von Tübinger Schafen zu hochwertiger Kleidung

1. DIE SCHAFE

Die Wolle stammt direkt aus Tübingen, von Merinolandschafen, die das ganze Jahr über auf den Weiden grasen. Dabei leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Pflege dieser einzigartigen Landschaft. Ihr Einsatz fördert die Artenvielfalt sowie die Entwicklung von Flora und Fauna. Besonders bemerkenswert ist, dass die Schafe ausschließlich zur Landschaftspflege gehalten werden. Die Produktion von Fleisch oder Wolle steht nicht im Vordergrund – die Hauptaufgabe der Tiere ist der Erhalt und die Pflege der Natur. Ihre Weiden befinden sich teils am Österberg, teils am Galgenberg in Tübingen.

Lies hier ein ausührliches Interview mit dem Schäfer Andreas Quindt.

Die Merino Landschafe sind auf der Weide am Österberg
Die Merino Landschafe sind auf der Weide am Österberg
2. DIE SCHAFSCHUR

Einmal im Jahr werden die Schafe geschoren – ein besonderes Ereignis, das häufig direkt im Stall stattfindet. Die Schur wird meist von speziell angereisten Fachleuten durchgeführt, die diese Aufgabe mit viel Geschick und Erfahrung übernehmen. Dabei liefert jedes Schaf bis zu 5 Kilogramm Wolle. Anschließend wird die Wolle grob nach Farben sortiert und sorgfältig verpackt.

3. DAS WASCHEN
DER WOLLE

In einem industriellen Prozess wird die Wolle von Verunreinigungen befreit und gründlich gewaschen. Während dieses Vorgangs reduziert sich die gesamte Wollmenge um bis zu 50 %, da Stroh, Schmutz, Ausscheidungen und andere Rückstände entfernt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass das Waschen vollständig ohne den Einsatz von Chemikalien erfolgt. Dieser Schritt findet in einer Wollwäscherei in Österreich statt – einer der wenigen verbliebenen in ganz Europa. Die ausgewählte Wäscherei ist die nächstgelegene und zeichnet sich durch ihre umweltfreundlichen Verfahren aus.

4. DIE WOLLE WIRD GEFÄRBT

Ein Teil unserer Wolle lassen wir färben, sodass es eine größere Produktpalette gibt. Die Wolle wird dazu nach Bayern gebracht, um dort in einem kleinen Familienbetrieb nach Ökotex 100 Standard gefärbt zu werden. Auch hier versuchen wir so regional wie irgend möglich zu agieren und kleine Unternehmen zu unterstützen. Alles mit dem Ziel die regionale Textilindustrie zu stärken und Fastfashion zu verdrängen.

5. DAS VERSPINNEN DER WOLLE

Die gewaschene Wolle tritt nun ihre Reise zur Verspinnung an. In mehreren Arbeitsschritten wird sie zu hochwertigem Garn verarbeitet. Dabei entstehen sowohl fertige Garne, die direkt zum Stricken verwendet werden können, als auch industrielle Garne, die für weitere Verarbeitungsschritte vorgesehen sind. Die Verspinnung erfolgt ebenfalls in einem Unternehmen in Österreich. Auch hier legen wir großen Wert darauf, die Transportwege möglichst kurz zu halten, um das Endprodukt so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

6. DAS STRICKEN

IIm letzten Schritt wird aus dem gesponnenen Garn ein fertiges Produkt. Die meisten unserer Produkte entstehen in einem kleinen Familienbetrieb ganz in der Nähe von Tübingen, der großen Wert auf Qualität und sorgfältige Verarbeitung legt.

Unsere handgestrickte Decke „maschen“ entsteht sogar noch näher: in Reutlingen, direkt nebenan. Wie die Decke Masche für Masche entsteht, erfährst du in unserem ausführlichen Bericht.

Auch die Details kommen aus der Region: Die Reißverschlüsse unserer Pullover stammen von der Firma Heiligenstädter aus Deutschland.

Von der Weide in Tübingen bis zurück nach Tübingen legt unsere ungefärbte Wolle insgesamt nicht mehr als 700 Kilometer zurück. Ein kurzer Weg, der zeigt, dass Regionalität und Nachhaltigkeit für uns mehr als nur Worte sind.

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